Kostenloses Girokonto Vergleich: die schnelle Einordnung
Beim kostenlosen Girokonto Vergleich gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Modelle: Konten, die ohne laufende Mindestbedingung 0 Euro Kontoführungsgebühr kosten, und Konten, die nur bei regelmäßigem Geldeingang, bestimmtem Alter oder aktiver Nutzung kostenlos bleiben.
Die BaFin weist im neutralen Kontenvergleich ausdrücklich darauf hin, dass 0,00 Euro Kontoführung nicht automatisch 0 Euro Gesamtkosten bedeuten. Karten, Bargeldeinzahlungen, Zusatzleistungen oder Überziehungen können extra kosten.
Wenn ihr Ausgaben zu zweit organisiert, hilft auch unser Ratgeber zum kostenlosen gemeinsamen Konto bei der Auswahl von Gebühren, Karten und Zugriffsrechten.
Für Studierende passt dazu unser Ratgeber zum kostenlosen Girokonto für Studenten, inklusive Altersgrenzen, Karten und Kosten nach dem Studium.
Wenn du Guthaben nicht unverzinst liegen lassen möchtest, lies auch unseren Ratgeber zum kostenlosen Girokonto mit Zinsen mit direktem Girozins und Tagesgeld-Alternativen.
5 kostenlose Girokonten im Vergleich: Stand September 2026
| Kontomodell | Kontoführung | Wichtige Bedingung | Karte / Bargeld |
|---|---|---|---|
| C24 Smart | 0 € | Keine Mindestgeldeingangs-Bedingung laut Anbieter | Mastercard und girocard enthalten; bis zu 4 kostenlose Abhebungen |
| N26 Standard | 0 € | Kein Mindestgeldeingang | Virtuelle Debitkarte inklusive; physische Karte einmalig 10 €; 2 Gratisabhebungen/Monat in der Eurozone |
| ING Girokonto | 0 € bei Bedingung | Mind. 1.000 € Geldeingang/Monat oder unter 28 | Visa Debit inklusive; girocard optional 1,49 €/Monat |
| DKB Girokonto | 0 € bei Bedingung | Mind. 700 € Geldeingang/Monat oder unter 28 | Visa Debit inklusive; Aktivstatus verbessert Auslandsleistungen und Dispozins |
| comdirect Girokonto | 0 € bei mindestens einer Bedingung | z. B. 700 € Geldeingang, 3 Mobile-Payment-Zahlungen, 1 Trade/Sparplan oder bestimmter U28-Status | Karten- und Bargeldleistungen je nach gewählten Zusatzoptionen prüfen |
Stand: 25.09.2026. Angaben nach offiziellen Produktseiten; maßgeblich sind immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis sowie die individuellen Voraussetzungen des Anbieters.
Die Tabelle ist keine Rangliste. Sie zeigt unterschiedliche Kostenmodelle: C24 Smart und N26 Standard werden ohne monatliche Kontoführungsgebühr angeboten, während ING, DKB und comdirect die kostenlose Kontoführung an bestimmte Voraussetzungen knüpfen.
Welche Variante günstiger ist, hängt davon ab, ob du die Bedingungen problemlos erfüllst und welche Leistungen du regelmäßig nutzt.
Bedingungslos kostenlos oder kostenlos bei Geldeingang?
Ein bedingungslos kostenloses Konto kann sinnvoll sein, wenn dein Einkommen schwankt, du selbstständig bist, in Elternzeit gehst oder das Girokonto nur als Zweitkonto nutzen möchtest. Dann musst du keinen monatlichen Mindestgeldeingang überwachen.
Ein Konto mit Geldeingangsbedingung kann trotzdem sehr attraktiv sein, wenn dein Gehalt ohnehin regelmäßig eingeht und dafür zusätzliche Leistungen inklusive sind.
Entscheidend ist nicht, welche Regel einfacher klingt, sondern welche du in deinem Alltag dauerhaft und ohne Extraaufwand erfüllst.
C24 Smart im Vergleich: 0 Euro ohne Mindestgeldeingang
C24 bezeichnet das Smart-Konto als bedingungslos kostenlos. Laut aktueller Produktseite sind eine Debit-Mastercard und girocard enthalten; außerdem nennt der Anbieter bis zu vier kostenlose Bargeldabhebungen weltweit und kostenlose Echtzeitüberweisungen.
Für Personen, die keine Geldeingangsbedingung erfüllen möchten, ist das Modell deshalb strukturell interessant. Trotzdem solltest du Limits und Entgelte für zusätzliche Bargeldabhebungen, Einzahlungen oder andere Sonderleistungen im Preisverzeichnis prüfen.
Quelle: C24 Smart – offizielle Produktseite.
N26 Standard im Vergleich: kostenlos, aber physische Karte separat
N26 Standard kostet laut Anbieter 0 Euro pro Monat und verlangt keinen Mindestgeldeingang. Enthalten ist eine virtuelle Mastercard Debit. Für die physische Debitkarte nennt N26 eine einmalige Gebühr von 10 Euro.
Beim Bargeld sind zwei kostenlose Abhebungen pro Monat in der Eurozone enthalten. Wer häufig Bargeld nutzt oder eine physische Karte zwingend benötigt, sollte diese Punkte in den Jahrespreis einrechnen.
ING Girokonto im Vergleich: kostenlos ab 1.000 Euro Geldeingang
Das ING Girokonto ist aktuell kostenlos, wenn monatlich mindestens 1.000 Euro anrechenbarer Geldeingang eingehen oder der Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist. Wird die Bedingung nicht erfüllt, fallen laut ING 4,90 Euro pro Monat an.
Die Visa Debitkarte ist enthalten. Eine girocard ist optional und kostet aktuell 1,49 Euro pro Monat. Damit ist die ING besonders dann vergleichbar günstig, wenn du die Geldeingangsbedingung ohnehin erfüllst und mit der Visa Debitkarte auskommst.
Quelle: ING Girokonto Konditionen.
DKB Girokonto im Vergleich: 700 Euro für 0 Euro Kontoführung
Bei der DKB bleibt das erste Girokonto kostenlos, wenn mindestens 700 Euro pro Monat eingehen oder die kontoführende Person unter 28 Jahre alt ist. Ohne diese Voraussetzung kostet das Erstkonto laut DKB 4,50 Euro pro Monat.
Der regelmäßige Geldeingang bringt zugleich den Aktivstatus. Dieser verbessert unter anderem die Konditionen für Zahlungen und Bargeldabhebungen in Fremdwährung und reduziert den variablen Dispozins.
comdirect Girokonto im Vergleich: mehrere Wege zur kostenlosen Kontoführung
comdirect führt das Girokonto kostenlos, wenn mindestens eine von mehreren Bedingungen erfüllt ist. Dazu zählen aktuell 700 Euro monatlicher Geldeingang, drei Mobile-Payment-Transaktionen pro Monat, ein Trade beziehungsweise eine Sparplanausführung oder ein bestimmter U28-Ausbildungsstatus.
Wer keine dieser Bedingungen erfüllt, zahlt laut aktueller Produktseite 4,90 Euro pro Monat. Das Modell ist dadurch flexibel, aber du solltest prüfen, welche Bedingung für dich dauerhaft am einfachsten ist.
Quelle: comdirect – Bedingungen für kostenlose Kontoführung.
Debitkarte, girocard und Kreditkarte richtig vergleichen
Eine kostenlose Kontoführung sagt noch nichts darüber aus, welche Karten enthalten sind. Manche Anbieter setzen auf eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte, andere bieten zusätzlich eine girocard ohne Aufpreis oder gegen Monatsgebühr.
Wenn du häufig bei kleineren Händlern bezahlst, kann eine girocard weiterhin praktisch sein. Für Mietwagen oder Hotelkautionen kann dagegen eine echte Kreditkarte wichtiger sein. Prüfe daher Kartentyp, Jahresgebühr, Ersatzkarte und Fremdwährungsentgelt separat.
Bargeld im Vergleich: Anzahl, Mindestbetrag und Automatennetz
Bei Bargeld unterscheiden sich kostenlose Girokonten deutlich. N26 Standard begrenzt die kostenlosen Abhebungen in der Eurozone, C24 nennt ein monatliches Freikontingent, während ING und DKB mit jeweils eigenen Bedingungen und Automatennetzen arbeiten.
Wenn du häufig Bargeld abhebst, kann ein Konto mit etwas strengeren Kostenlos-Bedingungen trotzdem günstiger sein als ein bedingungslos kostenloses Konto mit kleinem Freikontingent.
Bargeld einzahlen: häufig der größte Unterschied im Vergleich
Direkt- und App-Banken haben oft kein eigenes Filialnetz. Bargeldeinzahlungen erfolgen dann über Partner, Einzelhandel oder fremde Banken und können Gebühren verursachen.
Wenn du regelmäßig Bargeld einnimmst, solltest du nicht nur fragen, ob eine Einzahlung möglich ist, sondern wo, zu welchem Preis und mit welchen Limits. Für diesen Nutzertyp kann ein Filialkonto trotz Grundgebühr wirtschaftlicher sein.
Dispozins mitvergleichen: 0 Euro Konto kann teuer überzogen sein
Wer sein Girokonto gelegentlich überzieht, sollte den Dispozins stärker gewichten als kleine Unterschiede bei Karten- oder Kontogebühren. Die BaFin führt den Dispozins deshalb als eines der zentralen Vergleichskriterien auf.
Bei der DKB liegen die veröffentlichten variablen Dispozinsen beispielsweise je nach Aktivstatus unterschiedlich. Auch bei anderen Anbietern kann der Zinssatz deutlich höher sein als die jährliche Kontoführungsgebühr.
Wenn du den Dispo regelmäßig nutzt, ist ein niedrigerer Sollzins oft wichtiger als eine nominell kostenlose Kontoführung.
Überweisungen und Echtzeitüberweisungen im Vergleich
Online-SEPA-Überweisungen und Echtzeitüberweisungen gehören bei vielen digitalen Girokonten inzwischen zum Standard. Trotzdem können Unterschiede bei beleghaften Überweisungen, Telefonbanking oder Zusatzservices bestehen.
Prüfe außerdem, ob Echtzeitüberweisungen im Preis enthalten sind und ob Limits gelten. Für rein digitale Nutzer sind diese Unterschiede meist wichtiger als ein Filialangebot.
App, Online-Banking und Service: kostenlos muss alltagstauglich sein
Ein Konto kann günstig sein und trotzdem nicht zu deinem Nutzungsverhalten passen. Achte auf App-Funktionen, Web-Banking, Push-Mitteilungen, Unterkonten, Multibanking, Supportzeiten und die Möglichkeit, wichtige Einstellungen selbst zu ändern.
Wenn du keine Filiale brauchst, kann ein App-Konto besonders effizient sein. Wenn du Beratung oder Bargeldservices vor Ort nutzt, gehört das Filialnetz in deinen Vergleich.
Sicherheit, Banklizenz und Einlagensicherung vergleichen
Bei jedem Girokonto solltest du prüfen, welches Institut Vertragspartner ist, unter welcher Aufsicht es steht und welches Einlagensicherungssystem gilt. Der Preis allein ist kein ausreichendes Auswahlkriterium.
Der BaFin-Kontenvergleich erfasst in Deutschland angebotene Giro- und Basiskonten nach einem einheitlichen Schema und eignet sich deshalb gut als neutraler Ausgangspunkt.
Welches kostenlose Girokonto passt zu welchem Profil?
Ohne planbaren Geldeingang: Modelle ohne Mindestgeldeingang sind einfacher zu verwalten. Mit regelmäßigem Gehalt: ING, DKB oder comdirect können attraktiv sein, wenn du die jeweilige Bedingung problemlos erfüllst.
Viel Bargeld: Freikontingente und Automatennetz besonders stark gewichten. Viel Ausland: Fremdwährungsentgelt, kostenlose Abhebungen und Kartenakzeptanz prüfen. Unter 28: Mehrere Banken bieten Sonderkonditionen, die nach dem Geburtstag enden können.
Es gibt deshalb keinen universellen Sieger. Ein guter Vergleich ordnet Konten nach deinem Nutzungsprofil statt nach einem einzigen Preismerkmal.
Zusätzlich zum Modellvergleich erklärt unser Ratgeber Konto ohne Kontoführungsgebühr, wie du die 0-Euro-Kontoführung im Preis- und Leistungsverzeichnis richtig prüfst.
Für Nutzer mit unregelmäßigem Einkommen ist zusätzlich der Vergleich kostenloser Girokonten ohne Gehaltseingang relevant, weil dort Mindestgeldeingangsbedingungen gezielt ausgeschlossen werden.
Aktuelle Bonusaktionen werden separat im Ratgeber kostenloses Girokonto mit Prämie erklärt, damit eine einmalige Prämie nicht mit einem dauerhaft günstigen Konto verwechselt wird.
Für maximale Flexibilität lohnt zusätzlich der Vergleich kostenloser Girokonten ohne Mindestgeldeingang, bei denen 0 € nicht von einem monatlichen Betrag abhängen.
Wer neben 0 Euro Kontoführung auch einen Wechselbonus sucht, kann zusätzlich kostenlose Girokonten mit Startguthaben vergleichen.
Eine kostenlose Kontoführung bedeutet nicht automatisch eine echte Kreditkarte. Mehr zu Kartenart, Teilzahlung und Gebühren findest du bei Kreditkarte online.
Checkliste für deinen kostenlosen Girokonto Vergleich
- Ist die Kontoführung wirklich bedingungslos kostenlos?
- Wenn nicht: Welche Bedingung gilt und erfülle ich sie dauerhaft?
- Welche Debitkarte oder girocard ist enthalten?
- Wie viele kostenlose Bargeldabhebungen habe ich?
- Was kosten Bargeldeinzahlungen?
- Wie hoch ist der Dispozins?
- Gibt es Fremdwährungsentgelte?
- Sind Echtzeitüberweisungen enthalten?
- Welches Einlagensicherungssystem gilt?
- Welche Kosten entstehen, wenn ich die Bedingungen einmal nicht erfülle?
Wenn du diese Punkte beantwortet hast, kannst du die tatsächlichen Jahreskosten deutlich besser einschätzen als mit der Monatsgebühr allein.
Wer zum Girokonto noch einen eigenen Kreditrahmen sucht, kann im Ratgeber Kreditkarte beantragen prüfen, welche Bonitäts- und Kostenpunkte vor dem Antrag zählen.
Wenn du zum kostenlosen Girokonto zusätzlich eine echte Kreditkarte suchst, hilft der Kostenlose Kreditkarte Vergleich 2026 bei der Einordnung von Jahresgebühr, Kreditrahmen und Auslandskosten.


